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Endlich wieder mehr Lehrer sein…

 

In den letzten Jahren ist die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen und RBZ massiv gestiegen. Das liegt auch daran, dass sich die eigentliche unterrichtliche Tätigkeit verändert hat, aber vor allem an einer starken Zunahme außerunterrichtlicher Tätigkeiten.

Im Einzelnen sind zu nennen:

  •    Der Unterricht in den Bildungsgängen der Beruflichen Bildung erfordert es, sich laufend an die Veränderungen und Neuerungen in der Wirtschaft und den Unternehmen anzupassen. Dies ist eine zwingende Notwendigkeit, um als gleichberechtigter Dualpartner anerkannt zu werden.

Der VLBS fordert deshalb ein ausreichendes Fortbildungsbudget in der Eigenverantwortung der BBS und RBZ sowie die Bereitstellung von auskömmlichen Reisekosten.

  •    Die außerunterrichtlichen Aufgaben und organisatorischen Tätigkeiten, wie z. B. im Rahmen von Schulentwicklung, Qualitätsmanagement, Lehrplanarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation sind durch Vorgaben des Bildungsministeriums erheblich ausgeweitet worden.

Der VLBS fordert eine Entlastung von organisatorischen Aufgaben bzw. eine angemessene Würdigung dieser Arbeit durch ausreichende Entlastungsstunden. Außerdem ist eine zentrale landesweite Unterstützung bei Aufgaben notwendig, die jede Schule betreffen (z. B. IT-Administration).

  •    Die Versorgung mit Lehrerstunden liegt im berufsbildenden Bereich derzeit bei ca. 91 % und damit weit unter der anderer Schularten. Die Zuweisung an Planstellen wird außerdem verringert durch Entlastungsstunden für außerunterrichtliche Aufgaben (bis zu 6 % des PZV) sowie z. B. Ausfälle durch Krankheit. Für die Schülerinnen und Schüler verbleibt derzeit somit nur eine tatsächliche Unterrichtsversorgung von ca. 80 %!

Der VLBS fordert deshalb eine Unterrichtsversorgung von 100 %, die auch beim Schüler ankommt. Dafür wird eine Planstellenzuweisung von mindestens 120 % benötigt, um außerunterrichtliche Tätigkeiten angemessen zu entlasten und Ausfälle durch z. B. Krankheit aufzufangen.

  •    Die veränderte Schülerschaft, z. B. durch Inklusion, Beschulung von Geflüchteten und Migranten führt zu höherer Heterogenität der Lerngruppen und damit u. a. zu einem erhöhten Differenzierungsbedarf und benötigt zusätzliche Unterstützung durch professionelles Fachpersonal.

Der VLBS fordert deshalb adäquate Personalressourcen in Eigenverantwortung der BBS und RBZ, um multiprofessionelle Teams aus ausgebildeten Lehrkräften, Sozialpädagogen, Unterstützungslehrkräften und Coaches zu beschäftigen.

  •    Der „Rechtfertigungsbedarf“ gegenüber Schülern, Eltern und Betrieben hat sich erhöht und bewirkt vermehrt Gesprächsanlässe sowie eine umfassende Dokumentation der Leistungsfeststellung.

Der VLBS fordert Entlastungsstunden für Klassenlehrertätigkeiten sowie eine angemessene Berücksichtigung von Differenzierungsstunden in der Lehrerstundenzuweisung für die jeweilige Schulart.